Gilgenburg Willi Ausflug 12-16. Juni 2022
Km gefahren:
Willi macht eine Alleinreise auf die Gilgenburg zum Dröhnele.
Gilgenburg
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1. Tag, Oberkulm – Zullwil
Km gefahren: 49'827 – 49'903 = 76 Km
Ziel dieser Reise war, meine neue Drohne «DJI Mini 3 Pro» auszuprobieren und deren Funktionen kennen zu lernen.
Für den praktischen Teil habe ich mir die Ruine Gilgenberg in Zullwil im Schwarzbubenland ausgesucht. Auf diesen Gedanken bin ich aufgrund des Kriminalromans »Schwarzbubenland» von Christof Gasser gekommen. Darin spielt die Ruine «Gilgenberg» eine zentrale Rolle.
Also ging die Fahrt am späten Sonntagnachmittag bei schönstem Wetter los. Die Route führte über Oensingen nach Balsthal und dann über den Passwang nach Zullwil. Dort angekommen, parkierte ich vor dem Restaurant Gilgenberg, das im WohnmobilSchweiz-App als Stellplatz aufgeführt ist. Nach dem ersten Kontakt mit dem sehr freundlichen Wirte-Paar genehmigte ich mir ein Bier. Da es für das Nachtessen noch zu früh war, fuhr ich mit dem E-Bike zur Ruine Gilgenburg hoch. Überraschenderweise war keine Menschenseele zu sehen. Deshalb startete ich meine Testflüge sogleich. Die Drohne ist super, aber gegenüber meiner DJI Mavic 2 Pro heikler zu fliegen. Es fehlen die Hindernis-Sensoren links und rechts, sowie nach oben. Dies führte zu meinem erste Drohnen-Crash, der zu Glück glimpflich endete. Lediglich 2 Rotoren habe ich geschrottet.
Das Nachtessen habe ich dann im Restaurant Gilgenberg genossen.
2. Tag, Zullwil – Delsberg
Km Gefahren: 49'903 – 49'930 = 27 Km
Nach einem ausgiebigen Frühstück packte ich meinen Rucksack und machte mich auf den Weg zu meinem zweiten Ziel. Ich wollte mit der Drohne den Wasserfall St. Fridli filmen. Mit dem E-Bike für ich via Ruine Gilgenberg auf den Nunnigenberg. Dort liess ich das Bike stehen und wanderte hinunter zum Wasserfall. Da war ein Wasserfall, aber leider ohne Wasser. Das Wasser floss nur tropfenweise über die ca. 20 Meter hohe Felswand. Es gab dann halt keine spektakulären Bilder, aber für ein Trainings-Flug reichte es allemal.
Angeblich hat hier der Heilige Fridli gehaust. Der Legende nach sei dieser im 5. oder 6. Jahrhundert mit Kälbern in eine Höhle gestiegen und dann bei Säckingen mit ausgewachsenen Ochsen wieder ans Tageslicht gelangt.
Langsam wurde es heiss und der Aufstieg auf den Nunnigenberg zurück zum Bike war ein gutes Konditionstraining. Nach einem Lunch bei der Waldhütte ging es weiter auf die Pontiflue, mit Sicht auf die Ruine Gilgenberg. Hier wollte ich auch ein paar Flüge machen. Der Wind war aber stark und sehr böig. So liess ich es nach einem kurzen Testflug mit ein paar Fotos sein.
Dann ging es nach einer abwechslungsreichen Fährt zurück zum Pixxel. Bei einem Gespräch mit einem alten Zullwiler erfuhr ich, dass die 2. Tour de Suisse-Etappe von Küsnacht ZH nach Aesch BL hier in Kürze vorbei kommt. Also nehme ich dieses Erlebnis auch noch mit.
Dann ging es weiter auf den TCS Campingplatz Delsberg, auf dem ich bei meinem Fossilien-Tripp im April bereits war.
3. Tag Delsberg
Die nächsten 2 Tage habe ich für die theoretischen Drohnen-Kenntnisse eingeplant. Dazu schaute ich einige YouTube-Filme von DJI Mini3-Gurus an und stellte meine Geräte entsprechen ein.
Für den heutigen Tag brauchte ich aber noch ein Highlight:
Ich bin schon einige Male die Strecke von Laufen nach Delsberg gefahren. Jedes Mal ist mir das Gebäude auf einem Felsen aufgefallen und habe mir dabei gedacht, da will ich mal hinauf und schauen, was das genau ist.
Heute ist der Zeitpunkt gekommen, dies in die Tat umzusetzen. Mit dem E-Bike für ich durch die Stadt Delsberg und dann den Berg hinauf zum Ziel.
Es gab früher oben ein Schloss Vorburg und unten ein Schloss mit Kapelle. Das obere Schloss wurde erstmals im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Das untere Schloss wurde zwischen 1150 und 1350 erbaut. Beide Schlösser wurden beim Erdbeben von Basel anno 1356 schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau um 1365 wurden die Gebäude während des Schwabenkrieges erneut zerstört.
Am unteren Platz wurde dann die heutige Chapelle du Vorburg gebaut, die als Marien-Wallfahrtsort bekannt ist.
An diesen 2 Orten liess ich dann die Drohne.
Da die 3. Etappe der Tour de Suisse von Aesch BL nach Grenchen SO hier in Delsberg vorbeiführte, machte ich einen kurzen Abstecher an die Rennstrecke. Wie schon gestern in Zullwil, war ich überrascht, mit welcher Begeisterung die Zuschauer hier die Fahrer anfeuerten. Ein Riesenlärm und Gehupe.
4. Tag Delsberg
Nach einem kurzen Trip mit dem Bike in die sehr schöne Stadt habe ich mich dann wieder meinen «Drohnen-Studien» zugewandt.
5. Tag Delsberg – Oberkulm
Km gefahren: 49'930 – 50'013 = 83 Km
Heute geht es wieder zurück nach Hause. Auf Überlandstrassen fahre ich über Moutier, durch mein geliebtes Thal, via Oensingen und Aarburg nach Oberkulm.
Résumée:
Die in das Kennenlernen der Drohne investierte Zeit hat sich gelohnt. Das Handling der Mini 3 gegenüber der Mavic 2 ist nicht anspruchsvoller, aber das Risiko eines eventuellen Crashs ist bedeutend höher.
Damit geht meine Single-Tour zu Ende. Es war sehr schön und lehrreich, aber zu dritt ist es halt noch schöner.